Körperwahrnehmungsübungen – Qigong und mehr
Was ist Qigong?
Übersetzt heißt Qigong soviel wie „Pflege der Lebensenergie“.
Vor 30 Jahren wusste man gerade, dass Qigong eine jahrtausendealte chinesische Methode zur Gesundheitspflege ist, die mit Atem, langsamer Bewegung und Meditation arbeitet. Qigong gehörte zur alternativen Szene. Qigong ist heute eine akzeptierte Weise der Gesundheitspflege und Therapie geworden, die auf der ganzen Welt praktiziert wird, unabhängig von Weltanschauung und Religion. Fitness-Studios, Gesundheitszentren sowie Kliniken haben Qigong ebenso auf ihrem Programm wie schon für die Kleinen Kindergärten und Schulen. Die bayerische Kultusministerin Monika Hohlmeier war bereits 2001 Schirmherrin des 1. Internationalen Symposiums Kinder-Qigong.
Es geht um die Bewusstwerdungs- und Wahrnehmungsprozesse zum Selbstmanagement, denn…
Dinge wahrzunehmen ist der Keim der Intelligenz.
(Laotse)
Ich unterrichte gerne auch Kinder:
Warum sollte ein Kind Qigong üben? Wenn Kinder gesund aufwachsen und bereits in der Kindheit lernen, mit ihrer Gesundheit richtig umzugehen, ist der Grund für das Erwachsensein gelegt. Die Vernetzung verschiedenster Lebensbereiche und Kulturen erweitert heute zwar unseren Horizont, setzt die Kinder aber auch einem überwältigenden Informationsfluss aus. Sie fühlen sich oft überfordert und laufen Gefahr, zerrissen und lustlos zu werden und neigen teils zu Aggressivität. Qigong hilft ihnen, in der Informationsflut „bei sich“ zu sein und sie „lächelnd“ zu meistern. Qigong vermittelt dem Übenden innere Ruhe und Ausgewogenheit – eine elementare Voraussetzung für Gesundheit im eigentlichen Sinne, – für Wohlbefinden und Zufriedenheit. Die ganzheitliche Wahrnehmung von Körper, Geist und Seele im großen Zusammenhang zwischen Himmel und Erde schafft Selbstvertrauen, hilft der Koordination und Konzentration und unterstützt die Achtsamkeit sich selbst und anderen gegenüber.
Deutsche Experten haben in den letzten Jahren Unterrichtsmethoden aus der Begriffs- und Bildwelt unseres Kulturkreises entwickelt, wie Kinder auf spielerische Weise Qigong erlernen können. In einer ausgewogenen Rhythmik zwischen An- und Entspannung liegt der Schlüssel zum Erfolg. Bei Kinder-Qigong wird besonders auf das Alter und das Temperament der Kinder eingegangen. Je nach Erzählung werden sie zu strahlenden Blumen, verwurzelten Bäumen, Teig-knetenden Bäuerinnen oder Tieren (z.B. Hirsch, Bär, Adler). Da nur die nötigsten Anweisungen für den Bewegungsablauf gegeben werden, merken die Kinder oft nicht, dass sie gerade meditieren oder Energiebahnen pflegen, sondern verstehen es als lustiges Spiel.
Wie passen nun Qigong und Märchen zusammen? Märchen sind entstanden aus kollektiven Erfahrungen der Schicksals- und Reifungswege des Menschen. Sie tragen ebenfalls teils jahrtausendealte Motive in sich, erlauben dem Kind einen Zugang zu seinem Innersten, zeigen Lösungen auf und fördern auf diesem Wege seine Persönlichkeitsentwicklung. Die Selbstwahrnehmung, der Umgang mit Gefühlen und Ängsten wird unterstützt. Darüberhinaus ist erwiesen, dass Kreativität, Sprachvermögen und Sozialentwicklung durch Märchenkontakt positiv beeinflusst werden. Warum also nicht diese beiden Schätze verbinden?! Kinder zwischen 4 und 9 Jahren befinden sich in der sogenannten „Magischen Phase“. Sie „verschlingen“ Geschichten und Märchen, wenn sie in einem angenehmen Rahmen angeboten werden. Werden dabei alle Sinne angesprochen und kommt achtsame Bewegungserfahrung mit ins Spiel, dann vertieft sich das Erleben und die Wahrnehmung blüht auf.
Wer stehen gelernt hat, wie Qigong es lehrt, erfährt, was „Verwurzelung“ heißt. Er ist „im Stand“. Ihn wirft so leicht nichts um. Qigong-Kinder strahlen nicht selten eine Selbstsicherheit aus, die auffällt. Sie haben ein Grundvertrauen, um das wir sie nur beneiden können. Es sind zufriedene Kinder. Sie haben es darum leicht sich überall einzufügen. Sie kennen das Maß, teilen mit anderen, aber nehmen auch ihre Rechte wahr.
Es ist immer der richtige Zeitpunkt zum Beginnen. Wichtig ist nur, dass die Übung so gestaltet ist, dass sie den Kindern gefällt, wir keinen Zwang damit verbinden, uns selbst keinen Druck auferlegen und die Übung unauffällig unterbringen und damit kein Muss entsteht. Kinder berichten nach Qigong-Stunden oft von einem Gefühl der Wärme und Ruhe, was sie in unterschiedlichster Weise äußern. Sie zeigen sich selbst bewusster. Eltern fallen beim Abholen am meisten die „strahlenden Augen“ und die „Zugänglichkeit“ der Kinder auf.
Besprechen Sie sich mit anderen Eltern: Ab 5 Kindern kann ein Kurs stattfinden.
Gerne gebe ich auch Einzelunterricht, um so gezielt wie möglich auf Sie oder das Kind eingehen zu können. Das gilt ebenso für durch die Schule überforderte Jugendliche, die Orientierung und Ausgleich brauchen, nach dem Motto „Chillen erwünscht“.
Nur aus den schönen Oasen der Kindheit führen feste Wege in die Zukunft (Konfuzius)
Das Regenbogenschnecklein
Es waren einmal zwei Schnecken, die wünschten sich sehnlichst ein Kind. So langsam wie sie sich bewegten, so langsam war ihr Wunsch gewachsen. Jetzt war er so stark und fest, dass er wie von selbst in Erfüllung ging. Nach Jahr und Tag wurde ihnen ein kleines Schnecklein geschenkt, ungewöhnlich in Gestalt und Farbe. Es kam an einem Tag zur Welt, als sich Sonne und Regen nicht recht einigen wollten. Und obwohl es nicht zu regnen aufhören wollte, schickte die Sonne ihre Strahlen. Just in dem Augenblick, als der Regenbogen sich aufstellte, erblickte es das Licht der Welt. Doch obgleich es von den anderen Tieren ob seiner Gestalt mit neugierigen und fragenden Blicken beäugt wurde, zeigte sich die Schneckenfamilie von Stund an glückselig. Das Schnecklein wuchs heran und wurde von Tag zu Tag schöner und liebreicher. Vater und Mutter standen ihm stets zur Seite, denn es war ihr Kind. Sein Haus erstrahlte wie im Widerschein eines Regenbogens, denn dessen Farben gehörten alle gleichermaßen zu ihm. Mitten darin verborgen war ein kleiner Kristall. Noch ungewöhnlicher strahlten seine Augen. Ein Kranz von funkelndem Licht schien sie zu umgeben. Ihr Leuchten und ihre Wärme waren nie zuvor bei einem Schnecklein gesehen, – sie lächelten wie die Sonne selbst. Und wenn das Schnecklein seine Augen schloss, so war all das Leuchten und Strahlen in ihm, und das Licht fiel derart auf den Kristall, dass auch innen all die Farben seine Schatzkammer ausfüllten. So fühlte es sich reich und glücklich. (von Barbara Weigl)
Hier die Einladung zu „Qigong – wie ein Kurzurlaub vom Alltag“
Über aktuelle Kurse informieren Sie sich bitte telefonisch oder per E-Mail.
Hier die Einladung zu „Winter Ade – Mit Qigong den Frühling körperlich spüren“
Vergangene Events
Hier die Einladung zu „Feel-the-good WohlspannungsZeit“ (Winter 2016)